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25. August 2026

Tourismuszahlen Juni 2026: Münsterland bleibt hinter Landesentwicklung zurück

©Quelle: Photo Mix / Pixabay

Die aktuellen Tourismuszahlen von IT.NRW zeigen für Nordrhein-Westfalen im Juni 2026 eine positive Entwicklung. Die Zahl der Gästeankünfte stieg im Vergleich zum Vorjahresmonat um 3,7 Prozent auf rund 2,34 Millionen. Die Übernachtungen legten um 1,1 Prozent auf rund 5,05 Millionen zu. Besonders dynamisch entwickelte sich der Auslandstourismus: Die Ankünfte ausländischer Gäste stiegen um 8,4 Prozent, ihre Übernachtungen um 8,3 Prozent. Damit kam im Juni rund jeder fünfte Gast aus dem Ausland.

Im Münsterland fällt die Entwicklung dagegen schwächer aus. Im Juni 2026 wurden zwar 1,6 Prozent mehr Ankünfte als im Vorjahresmonat registriert, gleichzeitig gingen die Übernachtungen um 4,4 Prozent zurück. Auch das Angebot ist rückläufig: Die Zahl der angebotenen Betten sank münsterlandweit um 1,4 Prozent.

Erstes Halbjahr mit gemischter Bilanz

Auch für das erste Halbjahr 2026 zeigt sich im Münsterland ein uneinheitliches Bild. Die Zahl der Ankünfte stieg gegenüber dem ersten Halbjahr 2025 um 3,0 Prozent. Die Übernachtungen gingen dagegen um 2,1 Prozent zurück. Positiv entwickelte sich der niederländische Quellmarkt: Die Übernachtungen von Gästen aus den Niederlanden nahmen um 5,7 Prozent zu.

Auf Ebene der Kreise und der Stadt Münster zeigen sich deutliche Unterschiede:

Münster: -3,0 % Betten, +3,4 % Ankünfte, -1,3 % Übernachtungen
Kreis Borken: +5,7 % Betten, +4,7 % Ankünfte, +4,7 % Übernachtungen
Kreis Coesfeld: -7,1 % Betten, +6,4 % Ankünfte, -7,0 % Übernachtungen
Kreis Steinfurt: +0,3 % Betten, +1,0 % Ankünfte, -6,7 % Übernachtungen
Kreis Warendorf: -3,0 % Betten, -1,8 % Ankünfte, +1,0 % Übernachtungen

Damit bleibt die Entwicklung im Münsterland hinter dem NRW-Landesdurchschnitt zurück. Auffällig ist insbesondere, dass die Übernachtungen stärker zurückgehen als das Angebot an Betten. Gleichzeitig steigen die Ankünfte. Dies deutet auf eine rückläufige durchschnittliche Aufenthaltsdauer und eine geringere durchschnittliche Bettenauslastung hin.

Unterschiede zeigen sich zudem bei der Herkunft der Gäste: Während die Zahl der ausländischen Gäste zunimmt, ist die Nachfrage aus dem Inland rückläufig.


Dieser Beitrag basiert auf einer Pressemitteilung von IT.NRW vom 25.08.2026.

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Autor:in
Patrick Pieper

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