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Quelle: Hajo Gerdemann

TiM wird gefördert durch:

Knotenpunktsystem

Ausgangslage

Seit 2001 bilden im Münsterland das rot-weiß beschilderte Radverkehrsnetz NRW und das sogenannte „Rundroutennetz“ die Grundlage für die touristische Radroutenführung. Insgesamt verfügt das Münsterland über ca. 5.000 Kilometer Wege im Radverkehrsnetz NRW, von denen rund 3.500 Kilometer zum touristischen Rundroutennetz gehören. In den benachbarten Niederlanden hat sich hingegen das „Fietsknooppuntennetwerk“ (Fahrrad-knotenpunktnetzwerk) bewährt und ist auch bei deutschen Gästen sehr beliebt. In Grenznähe wurden daher bereits 2014 im Anschluss an das niederländische Knotenpunktsystem auch auf deutscher Seite erste Knotenpunkte installiert.

Inzwischen ist, ausgehend von der Einführung im Kreis Heinsberg im Jahr 2006, das Knotenpunktsystem in einem großen Teil des Landes NRW eingerichtet worden, bzw. wird aktuell geplant und umgesetzt. Es hat sich in den Regionen wie auch in den Niederlanden gezeigt, dass die Systematik des Knotenpunktsystems sehr gut verständlich bzw. vermittelbar ist.


Projektziele

Das Knotenpunktsystem im Münsterland soll anstelle des bisherigen Rundroutennetzes als touristisches System auf der Grundlage des bestehenden rot-weiß beschilderten Radverkehrsnetzes NRW (RVN) eingeführt werden. Die Knotenpunktbeschilderung soll die notwendige Orientierung liefern, die es erlaubt, auch spontan vor Ort und ggf. auch ohne Internetzugang, individuelle Touren nach eigenen Anforderungen zu erstellen und diese mithilfe einer entsprechenden Nummernfolge abzufahren. Die Rundroutennummerierung wird im Zuge der Einführung des neuen Systems ersetzt. Themenrouten sollen künftig möglichst umfassend über das Knotenpunktnetz geführt werden.

Übersichtstafeln an wichtigen Knotenpunkten sollen zusätzlich über das umgebende Netz, touristisch relevante Themenrouten und Highlights informieren. Daneben müssen bestehende Kartenwerke und Informationsmaterialien überarbeitet werden und es muss im Zuge der Einführung des Systems eine umfassende Öffentlichkeitsarbeit erfolgen.

Aus Sicht des Münsterlandes als touristische Destination ist es von zentraler Bedeutung, dass die Konzeption des Knotenpunktsystems „aus einem Guss“ für das gesamte Münsterland erfolgt. Es soll gewährleistet werden, dass das neue System in der gesamten Radregion Münsterland einer gemeinsamen Systematik folgt und möglichst zeitnah aufeinander folgend eingeführt wird. Die Umsetzung und Förderantragstellung erfolgt dennoch einzeln durch die Kreise und die Stadt Münster.


Projektdaten

  Projekttitel:   Einführung Knotenpunktsystem in der Region Münsterland
  Projektträger:   Kreise Borken, Coesfeld, Steinfurt und Warendorf sowie die Stadt Münster
  Gesamtvolumen:   1.200.00 Euro
  Durchführungszeitraum:   Frühjahr 2019 bis Frühjahr 2021
  Ziel:  Das Knotenpunktsystem im Münsterland soll anstelle des bisherigen Rundroutennetzes die Orientierung vor Ort im Gelände vereinfachen. Es soll  ad hoc individuelle Touren nach eigenen Anforderungen ermöglichen, die mithilfe von Nummernfolgen ohne Karten und technische Hilfsmittel  abgefahren werden können. Durch die Anpassung und Einbindung in das bereits in vielen Teilen des Landes NRW und dem benachbarten  Ausland genutzten Systems, werden Wegenetze über Grenzen hinweg schlüssig verknüpft. Das trägt zur Systemkonformität im Rad-Land NRW  bei.

 


Dieses Projekt wird im Rahmen der Förderrichtlinien kommunaler Straßenbau gefördert.


Koordination Gesamtprojekt

  • Münsterland e.V.

 

Münsterland e.V.

Airportallee 1
48268 Greven
Telefon: +49 (0) 2571 / 94 93 92
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