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10. Juli 2025

Tourismus NRW entwickelt Data Hub zum KI Hub weiter

©Quelle: ki generiertes Bild

Mit dem Ziel, den digitalen Wandel im Tourismus voranzutreiben, wird der bestehende Data Hub NRW umfassend weiterentwickelt. Tourismus NRW und seine Partnerregionen führen dafür eine grundlegende Neuausrichtung durch: Neben der Öffnung wesentlicher Datenbestände auf rechtlicher Ebene sollen neue KI-gestützte Werkzeuge die Datenqualität verbessern und die Datenpflege erleichtern. So soll der touristische Datenbestand in NRW effizienter nutzbar gemacht und seine Sichtbarkeit über digitale Kanäle deutlich erhöht werden.

Neue Nutzungsmöglichkeiten durch lizenzrechtliche Öffnung

Ein zentrales Element der Weiterentwicklung ist die landesweite Öffnung sogenannter Stammdaten – wie etwa Adressen, Öffnungszeiten und einfache Beschreibungstexte – auf Basis einer einheitlichen Vertragsgrundlage. Diese können künftig ohne gesonderte Genehmigungsverfahren weiterverwendet werden. Mediendaten wie Bilder bleiben weiterhin an eine Creative-Commons-Lizenz gebunden.

Durch die vereinfachten Lizenzbedingungen sollen Entwickler, Tourismusorganisationen und Plattformbetreiber leichter auf Daten zugreifen und diese etwa für Websites, Apps oder Infoterminals nutzen können. Ziel ist eine höhere Verbreitung der Inhalte, eine bessere Auffindbarkeit in Suchmaschinen und ein insgesamt effizienterer Einsatz touristischer Daten.

KI-Tools optimieren Inhalte und erleichtern Datenpflege

Parallel zur Öffnung des Datenbestandes wird der KI Hub NRW mit digitalen Werkzeugen ausgestattet, die sowohl die Datenqualität verbessern als auch die redaktionelle Arbeit vereinfachen sollen. Seit März 2025 ist ein KI-Tool im Einsatz, das Beschreibungstexte automatisiert erstellt – auf Wunsch mehrsprachig, zielgruppenspezifisch oder in Leichter Sprache. Auch Bildbeschreibungen und Texte für Blogs und Pressearbeit können über das Tool generiert werden.

Weitere Funktionen wie eine Stapelverarbeitung für große Datenmengen oder ein geplanter KI-Checker zur Prüfung auf Plausibilität und Vollständigkeit sollen den Pflegeaufwand spürbar reduzieren und die Datenqualität erhöhen. Dabei bleibt die manuelle Kontrolle durch Datenpflegende gewährleistet.

Ziel: Deutschlands größte Open-Data-Architektur im Tourismus

Bis Ende des Jahres soll der touristische Datenbestand im KI Hub NRW rund 80.000 Datensätze umfassen. Damit entstehe die bislang größte offene und öffentlich zugängliche Datenstruktur im Deutschlandtourismus, so Tourismus NRW. Alle KI-Funktionen stammen aus der Produktlinie „one.intelligence“ des Technologiepartners neusta destination.one und stehen zunächst exklusiv den Regionen in NRW zur Verfügung.

Die Maßnahmen gelten als richtungsweisend für die digitale Transformation im Deutschlandtourismus. Ein begleitender Vodcast mit Tourismus-NRW-Geschäftsführerin Dr. Heike Döll-König soll am 17. Juni weitere Einblicke in das Projekt geben.

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Autor:in
Patrick Pieper

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