Sinneskarte verbessert Besucherorientierung im LWL-Museum für Naturkunde
©Quelle: LWL/SteinwegWie lassen sich Ausstellungen so gestalten, dass sie für möglichst viele Menschen zugänglich und angenehm erlebbar sind? Ein aktuelles Projekt zeigt, wie Barrierefreiheit im Museum weitergedacht werden kann.
Gemeinsam mit dem LWL-Museum für Naturkunde hat NeumannConsult eine sogenannte Sinneskarte (SensoryMap) entwickelt. Ziel ist es, sensorische Eindrücke innerhalb der Ausstellung transparent zu machen und Besucherinnen und Besuchern eine bessere Orientierung zu ermöglichen.
Im Rahmen des Projekts wurden verschiedene Sinnesreize systematisch erfasst und kartiert – darunter Lichtverhältnisse, Geräuschkulissen, Gerüche sowie interaktive Elemente. Die visuelle Aufbereitung mit verständlichen Symbolen hilft dabei, diese Eindrücke vorab einzuschätzen und den Museumsbesuch individuell zu planen.
Besonders profitieren davon Menschen aus dem neurodivergenten Spektrum, für die intensive Sinneseindrücke herausfordernd sein können. Gleichzeitig bietet die Sinneskarte einen Mehrwert für alle Gäste, da sie die Orientierung verbessert und das Besuchserlebnis insgesamt transparenter gestaltet.
Das Projekt verdeutlicht, dass Barrierefreiheit über bauliche Maßnahmen hinausgeht. Die bewusste Berücksichtigung unterschiedlicher Wahrnehmungen kann einen wichtigen Beitrag zu mehr Inklusion leisten – auch in anderen Kultur-, Freizeit- und Erlebnisangeboten.
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