So wichtig ist Social Media bei der Wahl der Urlaubsdestination
©Quelle: freepikSocial Media hat die Art und Weise, wie Reiseinspiration entsteht und Entscheidungen getroffen werden, grundlegend verändert. Plattformen wie Instagram, TikTok oder Pinterest fungieren längst nicht mehr nur als digitale Fotoalben, sondern als relevante Inspirations- und Marketingkanäle. Fotogene Orte und „Social-Media-würdige“ Erlebnisse werden zunehmend zu einem eigenständigen Reisemotiv.
Aktuelle Ergebnisse zeigen: Für 36,9 % der Befragten sind fotogene Orte und besondere, teilbare Erlebnisse bei der Wahl der Urlaubsdestination wichtig oder sehr wichtig. Damit stellt die sogenannte „Instagrammability“ für mehr als ein Drittel der Reisenden einen relevanten Entscheidungsfaktor dar.
Besonders ausgeprägt ist dieser Trend bei jüngeren Zielgruppen. In der Altersgruppe der 18- bis 24-Jährigen geben 42,2 % an, dass visuell ansprechende Orte und Erlebnisse für die Reiseentscheidung wichtig oder sehr wichtig sind. Für touristische Akteure ergibt sich daraus ein klarer Handlungsauftrag: Die visuelle Inszenierung von Angeboten und Landschaften sowie die digitale Sichtbarkeit gewinnen weiter an Bedeutung.
Was landet im Feed?
Ein Blick auf die beliebtesten Fotomotive zeigt eindeutige Präferenzen. Mit deutlichem Abstand führt die Natur das Ranking an: 28,7 % der Befragten posten bevorzugt Naturmotive wie Wälder, Berge, Seen oder das Meer. Städte und urbane Sehenswürdigkeiten folgen mit 10,2 %, kulturelle Erlebnisse mit 8,9 %.
Auffällig sind geschlechtsspezifische Unterschiede: Bei Frauen sind Naturmotive mit 33,7 % besonders gefragt, während sie bei Männern mit 23,6 % deutlich seltener im Fokus stehen. Diese Differenz bietet Ansatzpunkte für zielgruppenspezifische Bildwelten und Kampagnen.
Gleichzeitig zeigt sich, dass nicht alle Reisenden ihre Erlebnisse digital teilen. 4,9 % der Befragten geben an, kein Social Media zu nutzen – ein Hinweis darauf, dass klassische Kommunikationswege weiterhin relevant bleiben.
Implikationen für das Münsterland
Für touristische Akteure im Münsterland eröffnen sich daraus konkrete Chancen. Die Region verfügt mit ihren Parklandschaften, Schlössern, Radwegen und historischen Ortskernen über zahlreiche visuell starke Motive. Eine strategische Aufbereitung dieser „instagrammablen“ Orte – etwa durch kuratierte Fotospots, Social-Media-Routen oder gezielte Influencer-Kooperationen – kann zusätzliche Sichtbarkeit erzeugen.
Gleichzeitig sollte die Inszenierung authentisch bleiben. Reisende suchen nicht nur das perfekte Bild, sondern echte Erlebnisse. Die Verbindung aus landschaftlicher Qualität, regionaler Identität und digitaler Erlebbarkeit bietet großes Potenzial für eine zeitgemäße Positionierung.
Social Media ist damit kein kurzfristiger Trend, sondern ein fester Bestandteil der Customer Journey. Wer visuelle Erlebnisse strategisch denkt und professionell kommuniziert, stärkt die Wettbewerbsfähigkeit der Destination – auch im Münsterland.
Die gesamten Studienergebnisse gibt es auf tui.com↗.
Quelle: Appinio TUI-Reisestudie 2025
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