dwif-Fakten-Kompass: Aktuelle Entwicklungen im Deutschland-Tourismus Winter 2025/2026
©Quelle: Mario Aranda/PixabayDer aktuelle dwif-Fakten-Kompass zeigt: Der Deutschlandtourismus blickt auf einen starken Winter 2025/26 zurück. Mit 117,2 Millionen Übernachtungen zwischen November 2025 und Februar 2026 verzeichnete Deutschland den zweitstärksten Winter der Tourismusgeschichte. Besonders Nordrhein-Westfalen gehörte mit einem Plus von 4,2 Prozent bei den Übernachtungen zu den wachstumsstärkeren Bundesländern.
Gleichzeitig macht die Analyse deutlich, dass sich die Rahmenbedingungen für Tourismus und Freizeitwirtschaft zunehmend verändern. Während sich der Übernachtungstourismus und die Hotellerie robust zeigen, reagieren Tagesreisen weiterhin sensibel auf wirtschaftliche und geopolitische Entwicklungen. Laut dwif geben inzwischen mehr als 40 Prozent der Deutschen an, aufgrund der aktuellen Rahmenbedingungen weniger Tagesausflüge zu unternehmen. Gründe sind unter anderem steigende Mobilitätskosten und eine wachsende Konsumzurückhaltung.
Auch die Freizeitwirtschaft bleibt unter Druck. Zwar stiegen die Eintrittspreise Anfang 2026 um durchschnittlich vier Prozent, dennoch seien hochwertige Erlebnisangebote weiterhin gefragt. Gespart werde eher bei Zusatzleistungen wie Gastronomie oder Souvenirs.
Für touristische Akteure leitet das dwif daraus mehrere zentrale Handlungsfelder ab: Tagesreisen müssten aktiver gesteuert, regionale Zielgruppen stärker angesprochen und Angebote flexibel an veränderte Rahmenbedingungen angepasst werden. Zudem rücken Ertrags- und Qualitätssteuerung sowie effiziente Prozesse stärker in den Fokus.
Positiv bewertet das dwif die Entwicklung im Gastgewerbe. Die Hotellerie konnte ihre Auslastung steigern, bundesweit wurden mehr Betriebe angemeldet als abgemeldet und der Erlös pro verfügbarem Zimmer erreichte erneut ein höheres Niveau.










